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Aktivitäten der GSG
- Die Arbeit der GSG im Überblick
- "Reden ist Silber, Schweigen macht
krank!"
- Anstoßen und Begleiten - bis Neues
alltäglich geworden ist
- Aufklären und Überzeugen - in
Öffentlichkeit und Medien
- Kunstprojekt "Ent:grenzt!" - neue Impulse gegen
Stigmatisierung und Vorurteile
Die Arbeit der GSG im Überblick
- Beratung und Unterstützung der Selbsthilfe
Psychiatrieerfahrener
- Initiierung öffentlicher Hearings und Fachtagungen
- Veranstaltung von über 100 Psychoseseminaren mit mehr als
2.600 Teilnehmern
- Organisation von Lesungen und Herausgabe
regelmäßiger Publikationen zum Thema psychiatrische
Erkrankungen
- Regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
zu allen Bereichen seelischer Gesundheit
- Ansprechpartner für Medienschaffende bei Recherchen oder
für Kontakte zu Interviewpartnern
- Unterstützung und Begleitung Psychiatrierfahrener
während ihrer Medienkontakte
"Reden ist Silber, Schweigen macht krank!"
Im Rahmen ihrer
Aktivitäten veranstaltet die GSG seit 1995 das
Psychoseseminar.
Gesprächsrunden, in denen Betroffene, Angehörige,
psychiatrische Fachkräfte, Politiker und Bürger sich
über ihre Erfahrungen und Sichtweisen im Zusammenhang mit
psychischen Erkrankungen austauschen. Dieser Dialog eröffnet
allen Akteuren neue Sichtweisen und bietet die Chance Rollengrenzen
zu überwinden und wie eine Fachärztin für Psychatrie
formulierte, "einfach mal offen miteinander zu reden."
Einige Themen:
- Besuch beim Landtag NRW - ein Gespräch mit Bodo
Champignon, MdL NRW
- Polizei, dein Freund und Helfer?
- Das neue Psychiatriegesetz
- Der Rotstift regiert - was tut die Politik? Zu Gast Daniela
Schneckenburger, Vorsitzende des Sozialausschusses Dortmund
- Die Macht des gedruckten Wortes
- Jeder Mensch ein Künstler (J.Beuys)
- Zurück ins Arbeitsleben
- Freispruch der Familie
- Krisendienst Berlin- ein Model für Dortmund?
- Wie verrückt darf man sein?
- Die andere Seite - wie eine Ärztin ihre Patienten
erlebt
- Geht es wieder Los? - Frühwarnzeichen psychischer
Krisen
- Früher Wärter - heute Pfleger
- Krise nur vor 17:00 Uhr - der fehlende Notdienst in
Dortmund
- Stimmen hören, Bilder sehen - ein Erfahrungsaustauch
- Reizthema Forensik - wie sind die Planungen für
Dortmund?
- Mach ja kein Geheimnis daraus - ich steh zu meiner
Krankheit
- Freunde in der Not
- Psychose = Karriereknick?
- Virtuelle Welten - psychische Krankheiten und neue Medien

Anstoßen und Begleiten - bis Neues alltäglich
geworden ist
Die GSG
ist 1974 in der Umbruchzeit der 70er Jahre von einer Gruppe
engagierter Dortmunder Bürger und in psychiatrischen
Einrichtungen Tätiger gegründet worden. Seit dieser Zeit
hat der Verein viele Reformen, Veränderungen und neue
Ansätze in der Psychiatrie aktiv begleitet und
angestoßen. Ziel der GSG war und ist es, Impulsgeberin
für innovative Ideen und Projekte zu sein und diese nur so
lange zu begleiten, bis diese selbstverständlicher Bestandteil
der gesundheitlichen Versorgung für psychisch kranke Menschen
geworden sind.
Zukünftig wird sich das Engagement der GSG neben der
Fortführung der aktuellen Projekte, auf die Verbesserung der
kommunalen Strukturen für akut erkrankte Personen ausrichten.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der politischen Durchsetzung eines
psychiatrischen Notfalldienstes und einer Beschwerdestelle zur
Stärkung der Patientenrechte.
Pionierarbeit trägt Früchte
- Beispiel Vernetzung: 1974, Gründung der "Psychosozialen
Arbeitsgemeinschaft" in Dortmund, die inzwischen von der Stadt
Dortmund fortgeführt wird.
- Beispiel Kultur: 1976, Trägerschaft von sechs sogenannten
"Kontaktclubs" in Dortmund und Lünen, in denen die GSG mit
ihren ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen bis 1993
unterschiedliche Kultur- und Freizeitangebote für Menschen mit
psychischen Erkrankungen angeboten haben. Heute sind die
Kontaktclubs regulärer Bestandteil der Arbeit des Diakonischen
Werkes Dortmund.
- Beispiel Wohnen: 1979, Initiierung einer rehabilitativen
Übergangseinrichtung für psychisch erkrankte Menschen,
die mittlerweile ebenfalls in die Trägerschaft des
Diakonischen Werkes Dortmund übergegangen ist.

Aufklären und Überzeugen - in Öffentlichkeit und
Medien
Die Berichte in den Medien
über psychische Krankheiten sind von spektakulären
Einzelfällen, die oftmals in Verbindung mit Straftaten stehen,
geprägt. So entsteht ein Zerrbild seelisch kranker Menschen,
die gefährlich und unberechenbar erscheinen. Nicht selten
beruht dies auf Vorurteilen und mangelnde Fachkenntnis der
berichtenden Journalisten. Deshalb bietet die GSG hier ihre Hilfe
an: neben eigener Öffentlichkeitsarbeit, ist sie
Ansprech-partner für Medienschaffende und vermittelt Kontakte
zu Betroffenen, Angehörigen und Experten. Der Verein
unterstützt bei der Recherche, hilft geeig-nete
Interviewpartner zu finden und begleitet Psychiatrieerfahrene bei
ihren Kontakten zu den Medien. Damit das Bild psychisch kranker
Menschen in der Öffentlichkeit kein Zerrbild bleibt.

Kunstprojekt "Ent:grenzt!" - neue Impulse gegen Stigmatisierung
und Vorurteile
Kunst und Kultur sind
Bereiche in denen die Gesellschaft Verrücktheit am meisten
toleriert. Oft sind hier die Grenzen fließend. Eine Chance,
aus der Nische der Psychiatrie herauszutreten und eine
größere Öffentlichkeit für das Thema zu
interessieren. Mit einem besonderem Projekt wird sich die GSG dem
Verhältnis zwischen Kunst und Psychiatrie nähern:
Für das Jahr 2003 ist eine große Ausstellung geplant, in
der anerkannte Künstler und psychisch kranke Künstler
ihre Werke gemeinsam der interessierten Öffentlichkeit zeigen.
Im Gegensatz zu Österreich oder der Schweiz hat Kunst
psychisch erkrankter Künstler in Deutschland keine Tradition
oder Lobby. Und dies, obwohl sich auch heute noch Kunsthistoriker
für den Einfluß ihrer Werke auf die moderne Kunst
interessieren. Die geplante Ausstellung mit dem Titel "Ent:grenzt!"
wird dieser Tatsache Rechnung tragen und die Bedeutung der Kunst
psychisch kranker Menschen in den Blickpunkt der
Öffentlichkeit rücken.
Ergänzend beleuchten Vorträge und weitere
Veranstaltungen das Verhältnis zwischen Kunst und Psychiatrie.
So wird mit der Ausstellung zur Entstigmatisierung aller psychisch
kranken Menschen beigetragen.
So wie alle bisherigen Aktionen und Initiativen wird die
GSG auch dieses Projekt eigenverantwortlich und nur mit Hilfe ihrer
ehren-amtlichen Mitglieder organisieren. Mit dem Erwerb von
"kunst-teilen" (Nennwert 50,-DM) kann jeder Interessierte zur
Finanzierung seinen "Teil" beitragen, damit das "Ganze" realisiert
werden kann.
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27.11.2003 
©Gesellschaft für seelische Gesundheit Dortmund
e.V. |
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